Mit viel Tageslicht einer Schule neuen Charakter verleihen

Nach mehr als 10 Jahren fanden 2012 die Gespräche der örtlichen Behörden ihren Abschluss: mit einem Plan zur Sanierung der alten Berufsschule im schwedischen Huddinge. 

Die Schule wurde 1961 im baujahrestypischen Stil errichtet und hatte eine gute Bausubstanz. Fünfzig Jahre Abnutzung hatten jedoch ihre Spuren hinterlassen. Nachdem die Sanierungspläne abgesegnet waren, wurden mehr als 100 alte Oberlichter ausgetauscht.

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Sheddach-Lichtbänder: für den kultigen Industrie-Stil wie geschaffen

Ein charakteristisches Merkmal des Sågbäcksgymnasiet ist sein Sägezahndach. Der Klassiker des Industriezeitalters rückte schnell in den Fokus der Projektleiter des federführenden Architekturbüros Origo Arkitekter. Åsa Machado erklärt: „Das Sheddach mit seinem Potenzial für Lichtband-Module war Dreh- und Angelpunkt unserer Pläne; das haben wir schon früh erkannt. Wir haben uns entschieden, der gesamten Schule Zugang zu ihrer, nach unserem Empfinden, besten Seite zu geben.“

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Das Sägezahndach bietet Platz für vier Reihen nach Norden ausgerichteter VELUX Modular Skylights, die den Raum wirkungsvoll erhellen. Während die einstigen Oberlichter mit ihrem mattierten Glas das Licht eher abschwächten und von Energieeffizienz nicht viel zu bemerken war, sind die neuen Tageslicht-Module in puncto Tageslicht, Lüftung und Energiesteuerung ein Gewinn für die neue Aula.

„Das Licht liefert Energie. Die Schüler glauben das nicht so recht, aber es stimmt wirklich.“ - Eva Källen, Lehrerin 

Wer eine Berufsschule leitet, muss in seine Schüler investieren

Rektor Hans Almgren beschreibt die Schule als „solides Gebäude im Stil der klassischen Moderne“, und er sei froh, dass Ästhetik und Atmosphäre des Originalbaus dank des Sanierungsplans beibehalten wurden: „Es ist gelungen, etwas zu bewahren, was zur Seele der Schule gehört – nämlich das Flair der 1960er-Jahre“, sagt er.

Besonders freut sich der Rektor über die Wirkung des neuen architektonischen Mittelpunktes mit dem Sheddach, das die ursprüngliche Schönheit des Gebäudes neu definiert und das Potenzial des Daches voll ausschöpft.

„Das Lichtdach-System war der eigentliche Schlüssel zur positiven Veränderung. Die Architekten waren stets bestrebt, das Gebäude zu öffnen, Licht hereinzulassen und visuelle Tiefe zu schaffen. Wir haben keine toten Winkel und keine dunklen Ecken.“

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Hans Almgren ist sich bewusst, wie wichtig es ist, eine inspirierende und gleichzeitig würdevolle Lernumgebung zu schaffen. Eine Berufsschule sei stets in Gefahr, als zweite Wahl angesehen zu werden, räumt er ein, und deshalb sei das Umfeld so wichtig.

„Vermutlich stimmt es schon, dass die Ausbildung an der Berufsschule kein sehr hohes Ansehen genießt, aber wir wollen in unserem Bereich die Besten sein. Unsere Schüler sind wichtig und wir möchten, dass sie ein freundliches und wohltuendes Umfeld erwartet. Das fördert ihr Selbstvertrauen und ihre Lernbereitschaft.“

Aktivität nimmt in einer hellen und geräumigen Umgebung zu

Im Inneren des Gebäudes ist die Veränderung ganz erheblich. Während das alte braune Drahtglas der einstigen Oberlichter bestenfalls Schummerlicht in die Räume brachte, ist nun eine lichtdurchflutete, völlig veränderte Weite entstanden, die spürbar Leben in die Lernaktivität der Schüler gebracht hat.

„Eine Schule mit Selbstachtung verleiht den Schülern das Gefühl von Stolz und Identität. Und jetzt sind unsere Schüler richtig stolz.“ - Eva Källen, Lehrerin